Sommer - Lesespaß Medea. Stimmen von Christa Wolf

unbezahlte Rezension (keine Kooperation)


Wie versprochen kommt in jeder Jahreszeiten - Reihe auch ein Beitrag über ein Buch und was gibt es schöneres als im Sommer auf der Picknickdecke zu liegen in einem schattigem Plätzchen und ein Buch zu lesen. Auch ich habe vor kurzem endlich die Zeit dafür gefunden und ein neues Buch angefangen zu lesen, jedoch bin ich mit dem Buch noch nicht durch, deswegen wird es wohl erst in der Herbst - Reihe vorgestellt. Trotzdem möchte ich auf einen Beitrag in "Leselust" nicht verzichten und möchte Euch heute ein Buch vorstellen, dass ich noch in der Abizeit gelesen hatte im Unterricht. Die Bücher, die ich in der Schule lesen musste, fand ich meist öde und langweilig - ging es Euch auch so?? Doch dieses Buch hatte mich gefesselt und deswegen möchte ich es Euch heute als Buchvorschlag vorstellen.

Medea. Stimmen von Christa Wolf

MEDEA

Medea ist eine Frauengestalt der griechischen Mythologie.

"Medea ist die zauberkundige Tochter des Königs Aietes von Kolchis an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Dorthin fahren im Auftrag des Königs Pelias von Iolkos die Argonauten, eine Schar von Helden unter der Führung von Pelias’ Neffen Iason. Sie sollen das von Aietes gehütete Goldene Vlies erbeuten und nach Iolkos bringen. Aus Liebe verhilft Medea Iason zu dem Vlies und flieht mit den Argonauten. Sie heiratet Iason. In Iolkos ersinnt sie ihm zuliebe eine List, durch die König Pelias zu Tode kommt, worauf die beiden Iolkos verlassen und sich in Korinth niederlassen. Dort leben sie einige Zeit mit ihren zwei Söhnen. Dann verstößt Iason Medea, um die Tochter des Königs Kreon von Korinth, zu heiraten. Aus Rache dafür ermordet Medea Kreon, dessen Tochter und ihre eigenen Kinder. Sie flieht nach Athen und heiratet dort den König Aigeus. Damit wird sie die Stiefmutter des Helden Theseus. In einem Konflikt mit Theseus kann sie sich aber nicht durchsetzen. Daher muss sie das Land verlassen und wendet sich nach Asien. Über ihr weiteres Schicksal liegen unterschiedliche Angaben vor." Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Medea

Medea durch galt als Barbarin, Giftmischerin und rachsüchtige Mörderin - Christa Wolf machte aus Medea eine eigenwillige und ungewöhnliche Frau, die sich für die Rechte der Frauen einsetzt.

CHRISTA WOLF: MEDEA.STIMMEN

In dem 1996 erschienenen Roman »Medea. Stimmen« entwirft Christa Wolf das Porträt dieser ungewöhnlichen Gestalt neu. Sechs Personen kommen in Monologen, als sogenannte Stimmen, zu Wort. Sie ergänzen sich wechselseitig und treiben so die Handlung voran.

Die Stimmen sind:

  • Medea - Kolcherin und Tochter des Königs Aietes

  • Jason - Argonaut und Schiffsführer der Argo; sowie der spätere Ehemann von Medea

  • Agameda - Kolcherin und Medeas Schülerin

  • Akamas - Korinther und erster Astronom des Königs Kreon

  • Leukon - Korinther und zweiter Astronom des Königs Kreon

  • Glauke - Korintherin und Tochter des Königs Kreon und der Merope (Königin von Korinth)

Anders als im griechischen Original will hier Medea für alles und jeden nur gutes, ist jedoch trotzdem am Ende die Leittragende und wird aus der Stadt verjagt, sowie ihre Kinder ermordet.

KRITIK

Für das neue Werk der Medea musste die Schriftstellerin in den 90er Jahren ordentlich Kritik einstecken. Denn in der neuen Medea - Geschichte sollte viel hinein intepretiert werden und die Schranken zwischen Ost und West fallen, da sie nach Wolf immer noch standhielten. Medea aus Kolchis (sog. DDR) geht aus Liebe nach Korinth (sog. BRD). Hier herrscht zwar keine Diktatur, jedoch werden Frauen nicht so anerkannt und es geht um Macht und Geld.

MEINE REZENSION

Obwohl das Buch schon 23 Jahre alt ist, finde ich ist es immer noch aktuell. Noch immer sind die Schranken "Ossi" / "Wessi" im Kopf und nicht gelöst. Außerdem geht die Schriftstellerin auch auf das Thema Flucht und Ausgrenzung im anderem Land mit ein - auch zwei sehr aktuelle Themen.

Das Buch ist in der Ich - Form verfasst, somit kann man sich gut in die Personen hineinfühlen. Beim Lesen habe ich verschiedene Gefühle in mir verspürt - von Wut über Traurigkeit bis hin zu Freude. Ganz besonders konnte ich mich in die Hauptfigur Medea hineinversetzen.

Der Anfang beginnt abrupt, deswegen kann man es zu Beginn nicht ganz nachvollziehen doch mit der Zeit kommt man in die Handlung rein und kann das Buch kaum aus der Hand legen - sehr spannend!

Ich kann das Buch nur empfehlen!!

Gab es auch ein Buch aus deiner Schulzeit das Du mir empfehlen kannst?

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19 Ansichten
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